Befreiung des KZ Flossenbürg
Begrüßungsbanner vor der Kommandantur des KZ Flossenbürg, US Army Signal Corps, 30. April 1945

Emil Ležak, der tschechische Lagerschreiber des KZ Flossenbürg, hatte sich unmittelbar nach dem Aufbruch der letzten Marschkolonne an eine im Kommandanturgebäude vorgefundene Schreibmaschine gesetzt und begonnen, seine Erinnerungen und Erlebnisse im KZ Flossenbürg niederzuschreiben. Auf Seite zehn endet diese Niederschrift plötzlich mitten im Satz:

«Jetzt muss ich unterbrechen, die Befreier sind da !!!!!!
es ist der 23.4.45, 10.50 Uhr !!!!!!
Ich habe den bereits gehaltenen Schild ausgehangen: Prisoners happy end -
Welcome - und sofort die ersten Anweisungen bezüglich der versteckten
Waffen gegeben. Ein Leutnant mit 4 anderen Soldaten haben alles betrachtet
und jetzt kann ich weiterschreiben.»

Von den zurückgelassenen Gefangenen waren in den Tagen zwischen dem 20. und dem 23. April über 100 gestorben. Es gelang den Militärärzten, 1208 Häftlinge zu retten, für 105 kam jedoch jegliche Hilfe zu spät, sie starben in den ersten Tagen und Wochen nach der Befreiung

Quelle: Flossenbürg. Das Konzentrationslager Flossenbürg und seine Außenlager, München 2007


Feierlicher Gedenkakt zum 74. Jahrestag der Befreiung des KZ Flossenbürg


Anmeldung zu einer Führung an der KZ-Gedenkstätte Dachau (nur Schulklassen)

Anmeldung zu einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Dokumentationsort Hersbruck/Happurg: Öffentliche Führungen und Bildungsangebote

Führungen in den Dachauer KZ-Außenlagern Kaufering und Utting

Webprojekt "#uploading_holocaust"


Das Webprojekt konfrontiert deutschsprachige Jugendliche mit YouTube-Videos, die israelische Schüler beim Besuch von KZ und Ghettos in Polen gedreht haben, und nimmt sie zum Anlass, die eigene Haltung in Bezug auf den Holocaust zu reflektieren. Wie relevant ist das Thema für die vierte Generation überhaupt noch? Inwiefern können deutschsprachige Jugendliche die Emotionen der israelischen Jugendlichen nachvollziehen? Welche Berührungsängste gibt es zwischen den Nachfahren der Opfer- und Tätergesellschaften heute noch?

Die User beantworten Fragen zu verschiedenen Themenblöcken und erhalten nach Eingabe ihrer Antwort eine Echtzeitvisualisierung, die ihre Meinung in Relation zu der anderer User/innen stellt. Registriert sich eine gesamte Schulklasse für das Projekt, kann das Stimmungsbild der Klasse individuell betrachtet werden.
Ziel von „#uploading_holocaust“ ist es, Diskussionen zum Umgang mit dem Holocaust in Gang zu setzen, nicht nur im Unterricht, in der Familie und in sozialen Medien, sondern auch über Ländergrenzen hinweg.