Förderung von Klassenfahrten zu den bayerischen KZ-Gedenkstätten

Die Landeszentrale fördert auf Grund eines Beschlusses des Bayerischen Landtags Klassenfahrten zu bayerischen KZ-Gedenkstätten.

Mit Wirkung vom 15.03.2008 wird die Zuwendung für Klassenfahrten zu den KZ-Gedenkstätten neu geregelt.

Im Wesentlichen sind es drei Neuerungen:

1. Der Zuschussantrag muss erst nach der Fahrt gestellt zu werden. Es entfällt somit einmal der Postweg.
WICHTIG: Vergessen Sie nicht, sich den Besuch von der Gedenkstätte bestätigen zu lassen.

2. Für die Zuschussbemessung ist die Entfernung zur nähergelegenen Gedenkstätte Dachau oder Flossenbürg maßgeblich, außer wenn es sich um eine Veranstaltung des Jugendgästehauses Dachau handelt; es bleibt Ihnen jedoch überlassen, welche der beiden Gedenkstätten Sie besuchen.

3. Bei Mehrtagesfahrten wird die Entfernung vom Aufenthaltsort zur Gedenkstätte berücksichtigt.

Das Antragsformblatt finden Sie unter www.km.bayern.de/blz/gedenkstaetten/antragsformblatt_neu.pdf


Besuch von Gedenkstätten ehemaliger Konzentrationslager durch Schulklassen

Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums
für Unterricht und Kultus

vom 24.01.2008 Az.: LZ-5-03303-0; 2230.1.1.1.1.1-UK

Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gewährt für Besuche von bayerischen Schulklassen - Haupt- und Förderschulen ab 8., alle anderen Schularten ab 9. Jahrgangsstufe - zu den KZ-Gedenkstätten Dachau (einschließlich der Außenlager Kaufering) und Flossenbürg einen Zuschuss nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen im Rahmen der vorhandenen Mittel:

1. Bedingungen der Bewilligung

1.1 Die Höhe des Zuschusses beträgt je angefangene 60 teilnehmende Schüler 1,50 € pro Entfernungskilometer zur nähergelegenen Gedenkstätte, unabhängig davon, welche der beiden Gedenkstätten besucht wird. Dies gilt nicht bei mehrtägigen Veranstaltungen des Jugendgästehauses Dachau. Bei Mehrtagesfahrten z. B. im Rahmen von Schullandheimaufenthalten oder Klassenfahrten wird nur die Entfernung vom Aufenthaltsort zur Gedenkstätte berücksichtigt.

1.2 Zuschüsse von dritter Stelle sind bei der Zuschussgewährung zu berücksichtigen.

2. Antragstellung

2.1 Für den Zuschussantrag soll das auf der Internetseite der Landeszentrale abrufbare Formblatt verwendet werden.

2.2 Der Antrag muss enthalten:

2.3 Jede Schulklasse meldet sich unmittelbar nach Eintreffen bei der Gedenkstättenverwaltung an, um organisatorische Fragen abzustimmen (z. B. Reservierung für die Filmvorführung). Dabei ist von der Gedenkstätte auf dem Antrag der Besuch zu bestätigen. Eine nachträgliche Bestätigung der Gedenkstätte ist nicht möglich! Ohne die Bestätigung kann keine Bewilligung erfolgen.

2.4 Spätestens einen Monat nach der Fahrt ist der vollständig ausgefüllte, von der Schulleitung unterschriebene und von der Gedenkstätte bestätigte Antrag an die Landeszentrale zu übersenden. Sofern dieser Zeitpunkt in bayerische Schulferien fällt, muss die übersendung in der ersten Schulwoche danach erfolgen. Verspätet eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.

3. Inkrafttreten

Diese Bekanntmachung tritt am 15. März 2008 in Kraft. Gleichzeitig wird die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 16. Mai 2001 (KWMBl I S. 200), geändert durch Bekanntmachung vom 28. August 2002 (KWMBl I S. 293), aufgehoben. Bereits nach der bisherigen Regelung bewilligte Anträge bleiben bestandskräftig.

Erhard
Ministerialdirektor

 

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
Praterinsel 2
80538 München
Tel: (089) 2186-2172
Fax: (089) 2186-2180
E-Mail: landeszentrale@stmuk.bayern.de
Internet: http://192.68.214.70/blz/