Zeitzeugengespräch mit Pavel Hoffmann

Zeitzeuge Pavel Hoffmann

Herr Pavel Hoffmann bietet als Zeitzeuge zu den Themen Holocaust und Antisemitismus Workshops, Vorträge und Seminare an.

Als Sohn jüdischer Ärzte wird Pavel Hoffmann am 20. März 1939 in Prag geboren. Die damalige Tschechoslowakei war fünf Tage zuvor vom Deutschen Reich besetzt worden.

Sein Vater wird drei Jahre später nach dem Heydrich-Attentat zusammen mit weiteren Mitgliedern der tschechischen und jüdischen Intelligenz in einem Fußballstadion erschossen.

Gemeinsam mit seiner Mutter, einer Kinderärztin, wird Pavel dann 1943 nach Theresienstadt deportiert. Vorher wurden bereits seine Großeltern seitens des Vaters ermordet. Die Mutter starb innerhalb von drei Wochen nach der Deportation infolge der verheerenden Zustände in Theresienstadt. Im Jahr 1944 wurden vier Generationen seiner Familie nach Auschwitz deportiert und bis auf einziges Mitglied der Familie alle in den Gaskammern umgebracht.

Pavel Hoffmann bleibt als Vollwaise bis 1945 im Ghetto Theresienstadt und wird mit dem sog. Schweizer Transport, der von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, und dem ehemaligen Schweizer Bundespräsidenten organisiert wurde, am 5. Februar zusammen mit weiteren meist deutschen und tschechischen Juden in die Schweiz gebracht und damit gerettet. Dort nimmt sich ein tschechisches Ehepaar seiner an, und so kommt Pavel Hoffmann im Juni 1945 als einziger Überlebender seiner Familie zurück nach Prag.

Pavel Hoffmann schreibt seine Lebensgeschichte in dem Buch „Das Wunder von Theresienstadt“ nieder, das er bis 2018 fertigstellen möchte.

Bei den Zeitzeugengesprächen, die Pavel Hoffmann an Schulen durchführt, setzt er verschiedene Materialien (Filmausschnitte, Präsentationen etc.) ein.

Falls Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte direkt an Herrn Hoffmann: pavel.hoffmann@t-online.de