Österreicher im KZ Dachau

Verhaftungsliste von Österreichern vom 02.04.38 Mehr als 7800 Österreicher wurden 1938 in das KZ Dachau eingewiesen. Der erste Transport traf bereits drei Wochen nach dem "Anschluss" (12.03.1938), am 2. April 1938, in Dachau ein: Die Häftlinge waren mehrheitlich Repräsentanten des "Ständestaats" (politische Funktionäre, Polizei- und Justizfunktionäre) und Juden, aber auch Sozialisten und Kommunisten. Walter Adam schildert die "Reise von Wien nach Dachau" in seinen Memoiren.
Am 11. April wurden Häftlinge aus Salzburg nach Dachau überstellt, am 24. Mai Juden, Linke und Repräsentanten des "Ständestaats" aus verschiedenen Teilen Österreichs, am 31. Mai Häftlinge aus Tirol und Vorarlberg, am selben Tag sowie am 3. Juni je 600 jüdische Häftlinge aus Wien, ab Juni immer wieder Roma. Nach dem Novemberpogrom kamen nicht weniger als 3950 Juden aus Österreich ins KZ Dachau.

Anmeldung zu einer Führung an der KZ-Gedenkstätte Dachau (nur Schulklassen)

Anmeldung zu einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Dokumentationsort Hersbruck/Happurg: Öffentliche Führungen und Bildungsangebote

Webprojekt "#uploading_holocaust"


Das Webprojekt konfrontiert deutschsprachige Jugendliche mit YouTube-Videos, die israelische Schüler beim Besuch von KZ und Ghettos in Polen gedreht haben, und nimmt sie zum Anlass, die eigene Haltung in Bezug auf den Holocaust zu reflektieren. Wie relevant ist das Thema für die vierte Generation überhaupt noch? Inwiefern können deutschsprachige Jugendliche die Emotionen der israelischen Jugendlichen nachvollziehen? Welche Berührungsängste gibt es zwischen den Nachfahren der Opfer- und Tätergesellschaften heute noch?

Die User beantworten Fragen zu verschiedenen Themenblöcken und erhalten nach Eingabe ihrer Antwort eine Echtzeitvisualisierung, die ihre Meinung in Relation zu der anderer User/innen stellt. Registriert sich eine gesamte Schulklasse für das Projekt, kann das Stimmungsbild der Klasse individuell betrachtet werden.
Ziel von „#uploading_holocaust“ ist es, Diskussionen zum Umgang mit dem Holocaust in Gang zu setzen, nicht nur im Unterricht, in der Familie und in sozialen Medien, sondern auch über Ländergrenzen hinweg.